Verfasst von: Billie | Mo, 4 Mai, 2009

Eigentlich sollte ich …

Lernen. Oder Aufräumen. Oder rausgehen und genießen, dass momentan noch erträgliche Temperaturen herrschen.

Stattdessen eine Liste der Dinge, die so passiert sind– ungeordnet und in der Reihenfolge, wie sie mir einfallen. Ich hab tatsächlich den ganzen April über nichts geschrieben — mal sehen, was ich noch so zusammen bekomme.

  • 1. April: Immatrikulationszeremonie im Osaka Dome. Es war eiskalt, wir haben alle gefroren wie blöd … war aber okay. Nicht super, aber was erwartet man auch.
  • 7.-15. April: Erste Vorlesungen und fröhliches Kurswählen. Ich bin, wie erwartet, im menjo-Level gelandet– keinerlei Verpflichtungen was die Auswahl der Kurse angeht, solange ich mindestens fünf fest belege und (mit Veranstaltungen, die ich als Gast höre) auf mindestens sieben Veranstaltungen die Woche kommen. Ich habe momentan zehn Kurse belegt, bis Freitag sollte ich mir überlegen, was davon ich wieder sein lasse. Anrechnen lassen kann ich’s mir ohnehin nicht …
    Mein Freitag ist jetzt tatsächlich auch frei, mal sehen, was ich damit noch mache.
  • Clubs: Ich besuche jetzt einmal die Woche den Go-Club der Uni und stehe außerdem kurz davor, Kansai MUN beizutreten– meine Uni hat einen Zirkel, der Teil der kyōtoer Zweigstelle ist. Mal sehen. Für die Übungskonferenz nächstes Wochenende bin ich jedenfalls angemeldet …
  • Ich habe unglaublich viel eingekauft in den letzten Wochen. Kleidung vor allem, aber auch Essen bzw. Süßigkeiten. Das muss im Mai besser werden …
  • …nur, dass ich am 30. auf einer Hochzeit eingeladen bin und mir bis dahin überlegen muss, ob ich mir einen gebrauchten furisode und obi und die nötigen Kleinigkeiten dazu zulege (die Vernunft sagt „Kind, wann ziehst du das je wieder an!“, aber jetzt bin ich grad noch nicht zu alt dafür, und …) oder gucke, ob ich (deutlich mehr) Geld für einen neuen iromuji ausgebe– die gebrauchten sind vom Ärmel her meist so kurz, dass sie wieder komplett informell wirken. Entscheidungen, aaah.
  • die Golden Week, eine Woche mit vier drei aufeinander folgenden Feiertagen, wurde uns doch freigegeben– was ich aber erst Freitag endgültig erfahren habe und daher jetzt die ganze Woche hier in Kyōto hängen werde, statt was zu unternehmen. Ein bisschen ärgert’s mich schon, aber ist nicht zu ändern. Das nötige Kleingeld, um zu reisen, hätt ich momentan ohnehin eher nicht.
  • Ich habe mich für Level 1 des 日本語能力試験 ( = JLPT, Japanese Language Proficiency Test) angemeldet. Am 5. Juli darf ich dann hoffentlich irgendwo in der Nähe am Test teilnehmen; wie das Ergebnis wird, kann ich überhaupt nicht einschätzen.
  • Die japanische Regierung hat im Februar an jeden mit einem festen Wohnsitz in Japan registrierten Einwohner zwischen 18 und 65 12000Y verschenkt (unter 18 und über 65 gibt’s mehr) — auch an mich. Beantragen muss ich die Zahlung noch, aber ich kann sie bekommen. Nett, oder?
  • Zur Panik mit der Schweinepest folgende zwei Zeilen:
    Over 100 people get Swine Flu and everyone wants to wear surgical masks.
    33000000 (thirty-three
    million) people have AIDS, and nobody wants to use condoms.

Und das war’s für heute. Vielleicht treff ich mich nachher mit Freunden zum Videogucken, mal sehen…

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Responses

  1. Bezüglich Hochzeitskleidung: Ich persönlich bin ja eher Anhänger der „Kind, wann wirst du jemals wieder eine Gelegenheit haben, sowas Tolles in so einem coolen Rahmen anzuziehen? Nix wie ran an die Buletten!!“-Fraktion statt der „Wann ziehst du das jemals wieder an?“-Fraktion… 😉 Vielleicht könntest du den gebrauchten furisode usw. hinterher ja auch wieder gebraucht verkaufen? Egal, wie die Klamottenfrage sich entscheidet – viel Spaß! ^^

  2. Hm… ja… das mit den Kimono ist so ne Frage. Meines Wissens wäre ein iromuji aber auch nicht unbedingt Hochszeits-Material… einen furisode haben ist natürlich auch was… in diesem Fall würde ich sagen: Frag mal ältere Damen oder Kimono-Fachangestellte, was deren Rat ist!

    Ansonsten… Mun… *seufz*…. Kyoto *seufz*…. JLPT mach ich im Dezember *seufz*….. Japan…. 🙂

  3. du hast ja soooo recht wegen der sache mit der schweinegrippe!!!

  4. Was hast du denn fuer eine Rolle bei der Hochzeit? Wenn Du nicht eine enge Verwandte der Braut bist, dann brauchst du keine Furisode. Es sei denn, du willst sie tragen, aber dann bist du eventuell richtig heftig OVERDRESSED.
    (Auf der Hochzeit, wo ich war, hatte nicht eine junge Frau eine Furisode an, selbst die unverheiratete Schwester der Braut trug „nur“ ein Houmongi. Und die anderen beiden Kimonotraeger waren eine aeltere Frau im Houmongi und ich in dem roten Iromuji.)
    Ansonsten, wenn du Zeit hast, schaue dich einfach mal um, teilweise gibt es richtig gute Angebote fuer geliehene Furisode (leihen, Frisur Anziehen, Foto), wenn das ausserhalb der Saison ist.

    Iromuji mit einem Fukuro-obi tut es auch, uebrigens koenntest du sie dir im Zweifelsfall auch ausleihen. Wenn du einen semiformellen Kimono haben solltest, dann kannst du dir auch einfach nur den Guertel bei Geschaeften ausleihen, dann kostet das bei weitem nicht so viel. Dito, wenn du die Unterwaesche etc. selber mitbringst.

    Warum fragst du nicht einfach, ob du nicht deinen eigenen Kimono tragen kannst? Mit einem Fukuroobi ist der auch semiformell, und wenn du so wieso nur einer der Nullachtfunzig-Gaeste bist, dann spielt das auch ueberhaupt keine wirkliche Rolle, was du anhast. Und egal, wie schoen nun irgendwelche Traditionen sind, aber du musst ja nun nicht noch japanischer als Japaner selber sein.

    Liebe Gruesse und ich vermisse dich!

    Higanbana

  5. Schade, schade, schade, dass wir nicht öfter von Dir lesen können….


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