Verfasst von: Billie | Mo, 8 September, 2008

Die ersten Tage — I

Ein paar mehr Details — Flug und die ersten beiden Tage.

Der Flug mit Air France war super, weit besser, als ich bei all den kritischen Bemerkungen zu hoffen gewagt hätte — ich saß in einer Dreier-Sitzreihe mit nur einer anderen Person, sodass wir den mittleren Platz frei halten konnten. Das Essen war okay bis gut und reichlich, das Unterhaltungsprogramm auch (hab letztenendes doch lieber gelesen, aber es standen unter anderen um die zehn verschiedene Filme zur Auswahl — Economy class!), und mit meinen zwei Handgepäckstücken (Trolley und Rucksack) gab es keinerlei Probleme. Mit meiner Sitznachbarin hab ich mich auch gut unterhalten.

Bei der Ankunft in Japan musste ich mich zum ersten Mal in meinem Leben filzen lassen, komplett mit Koffer durchwühlen und allem, aber selbst da war der Beamte sehr höflich, fragte bei allem nach, ob es okay sei (nicht, dass ich ’ne Wahl gehabt hätte, aber immer hin war es „Dürfte ich …“ und nicht „Machen Sie.“) — Japan eben.

Auch typisch Japan: um 8:20 gelandet, um 8:40 schon draußen, trotz Filzen und Passkontrolle. Ich habe meine Prepaid-Karte aufgeladen und gewartet, und dann wurde ich auch schon abgeholt.

Samstag: mit meiner Gastmutter nach Hirano-ku gefahren, wo mein Gastvater seinen Laden hat. Ōsaka ist Partnerstadt von Hamburg, und Hirano hat eine Stadtteilpartnerschaft (ich wusste bis vor kurzem nicht mal, dass es sowas gibt!) mit Altona, einem Hamburger Stadtteil ganz in der Nähe meines Elternhauses. Interessant, was man alles so erfährt.

Ich hatte Jetlag-sei-Dank ziemliche Kopfschmerzen, aber bei einem Spaziergang durch die überdachten Einkaufsstraßen mit vielen Einzelhändlern (u.a. Geschäfe für Kimono, Schuhwerk, Drogerieartikel, Bücher und Schreibwaren, Tee, japanische Süßigkeiten, Fisch, und aus Sojabohnen hergestellte Spezialitäten) legte sich das — es war seltsam. Wenn man mich Donnerstag oder Freitag nach Hirano gefragt hätte, hätte ich nur sagen können, dass Gastvatern einen Fleischerladen hat, der Nachbar zur Rechten Fisch verkauft und der Laden gegenüber Reis. Als ich dann aber durch die Gegend lief, kam alles wieder. Das Gefühl vom Igel im Luftballongeschäft legte sich dann auch bald, und als ich beschloss, in einem der Buch- und Schreibwarenläden ein Heft und einen Hanko zu kaufen, bekam ich von der Verkäuferin, die von der Tatsache, dass ich aus Deutschland bis nach Japan gekommen war und die Sprache auch noch passabel spreche, begeistert war, nicht nur den Stempel billiger, sonder die Tasche dafür samt Stempelkissen geschenkt. Photos vom Stempel gibt’s demnächst, Tips, mit welchen Kanji ich jetzt unterstemple, nehme ich gern entgegen.

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Responses

  1. aaaaaaaaaaah neid!! ich will auch!!!
    vllt schaff ichs ja doch noch dich mal zu besuchen, nachdem ich ueberschlagen habe dass sich auf meinem konto weil ich ja die ganze zeit in bulagrien england und bei meinen eltern rumhaeng und kein essen etc zahlen muss noch ca 400 ungenutze euros rumliegen die ich was schoenes investieren kann… wenn ich noch ein halbes jahr von wasser und brot lebe kann ich mir den flug vllt leisten ^^
    ich lauf grad immer auf dem weg vom krankenhaus zu meiner patin nach hause an nem tollen laden vorbei die japanische kunstgegenstaende verkaufen… da haengt ein wunderschoener roter kimono im schaufenster *traeum* aber ich trau mich nicht nach dem preis zu fragen… und das beste ist, die inhaber von dem laden heissen melanie und amelie (steht ganz fett ueber der tuere deshalb weiss ich das)^^ lusig oder? dazu muss man allerdings wissen dass eine von meinen maedels in tue die auch so manga und japanverrueckt ist wie ich melanie heisst…


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