Verfasst von: Billie | Mi, 9 Januar, 2008

Erste Schritte

Umgezogen von vox.com — Original-Post hier.


Tja, was soll ich sagen? Ich warte nach wie vor auf eine Nachricht darüber, ob ich angenommen bin oder nicht.

Worum es überhaupt geht?
Um einen eventuellen Aufenthalt an der Ritsumeikan Daigaku (Uni. Ritsumeikan, 立命館大学), Kyōto, Japan.

Ich studiere an der Universität Tübingen im 5. Semester Japanologie und Linguistik des Englischen und habe mich nach einer Absage im letzten Jahr nun zum zweiten Mal um einen Austauschplatz beworben.

Die Ritsumeikan ist insbesondere für ihre Programme im Bereich der internationalen Beziehungen bekannt, hat aber auch sehr interessante Linguistik- und Soziologieprogramme. Ja, Soziologie — ich studiere zwar Englische Linguistik im zweiten Hauptfach, interessiere mich aber auch dort verstärkt für sog. Soziolinguistik, das ist der Bereich der Sprachwissenschaft, die sich mit dem Einfluss der Gesellschaft auf die Sprache befasst. Das ist auch ein Grund dafür, dass ich an die Ritsumeikan wollte: in Kyōto spricht man Kyōto-Dialekt, der zu den Kansai-Dialekten gehört. Kansai ist das Gebiet um Kyōto, Ōsaka, Nara und Kōbe, und die Dialekte der Region gehören zu den eingängigsten und bekanntesten Dialekten Japans.

Weil ich während meiner Schulzeit zehn Monate in Tondabayashi, im Süden der Präfektur Ōsaka, zur Schule gegangen bin und dort auch Japanisch gelernt habe, spreche ich Japanisch mit Ōsaka-Dialekt. Das ruft bei Japanern immer wieder Verwunderung hervor („Sagen Sie, sprechen Sie Ōsaka-Dialekt?“) und hat bei mir zu einem großen Interesse an den verschiedenen Dialekten innerhalb Japans und deren Wertung geführt.

Wertung in dem folgenden Sinne:

Was fällt dir zum Thema Bairisch ein?
Sächsisch?
Schwäbisch?

Ich bin sicher, das jeder von euch sich grade über mindestens einen der genannten deutschen Dialekte amüsiert hat. Und sowas gibt’s in jedem Land, in jeder Sprache. Mich interessiert das. Sehr sogar. Daher hab ich mir das auch als Forschungsthema ausgesucht und in meiner Bewerbung, die Ende Oktober 2007 fällig war, angegeben.

Irgendwann in dieser oder der nächsten Woche soll also die Entscheidung fallen.

Drückt mir die Daumen!

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Responses

  1. Jetzt komm ich auch mal dazu, deinen Blog zu lesen. ^^
    Ich find Dialekte ja auch total spannend und übe fleißig Osaka-ben. Bis ich den aber selber sprechen kann, wird’s wohl noch dauern… Kämpfe ja noch mit dem „normalen“ Japanisch (auch wenn’s das eigentlich nicht gibt).

  2. Entschuldige bitte, dass die Antwort auf den Kommentar so lang auf sich hat warten lassen …
    Ich hab seit meinem ersten Aufenthalt (2002/2003) eher das gegenteilige Problem; ich bekomme den Osaka-Dialekt nicht mehr los. *lacht* Die Tatsache, dass ich in der Gegend Kawachi war, wo der Dialekt am heftigsten sein soll, hat wohl auch nicht geholfen … 😉 Das sind die Nachteile, wenn man vor Ort lernt. Ich stolpere jetzt noch über Formulierungen, von denen ich immer dachte, dass sie Standardjapanisch seien, die sich aber als Osaka-ben entpuppen. 😳


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